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Das Arbeiten mit einer Lochkamera veranschaulicht in verblüffend einfacher Art das optische Grundprinzip der Fotografie: Licht, welches von einem Gegenstand strahlenförmig reflektiert wird, dringt durch eine winzige Lochöffnung (Pinhole) und projiziert in einem dunklen Raum ein kopfstehendes, seitenverkehrtes Abbild. Der dunkle Raum kann ein beliebiges lichtdichtes Behältnis, wie eine Blechdose, Zigarrenkiste etc. sein.
Mit einem Pinhole und einem einfachen Verschluß versehen ist die Kamera eigentlich schon fertig. Das Bild wird auf eingelegtem Filmmaterial oder Fotopapier belichtet (Fotopapier benötigt eine längere Belichtung als Film, da es weniger lichtempfindlich ist). Pinholefotos sind meistens ein Tick unschärfer, überraschen aber mit konstanter Tiefenschärfe, vom absoluten Nahbereich bis unendlich. Aufgrund der feinen Lochgröße des Pinholes, fallen auch die Belichtungszeiten deutlich länger aus, als bei einer herkömmlichen Kamera, die mit einem Objektiv ausgestattet ist. Bewegungsunschärfe ist charakteristisch: der Wind bewegt die Blätter in den Bäumen, Menschen eilen - verweilen und schauen, Autos fahren vorbei, Schiffe schaukeln auf den Wellen. Das Leben hält nicht still für eine Fotografie. So erzählt ein Pinholefoto Geschichten, die einer Quicksnap Kamera verborgen bleiben ...
Wie ein Bild in der Lochkamera entsteht zeigt die interaktive Simulation
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